Tralic
Anleitung

So funktioniert Tralic.

Ein Rundgang in Stationen: was der Chart zeigt, welche Confluences es gibt, wie aus einer Kette fester Regeln ein Fund wird, wie Ausbildung und Journal arbeiten. „Weiter“ bringt dich von Station zu Station — oder du scrollst. Nichts hier ist eine Empfehlung; alles ist Beobachtung und Messung.

↓ ungefähr fünf Minuten · auf dem Handy genauso
01 · WAS TRALIC IST

Ein Spalier
für Trader.

Traliccio ist italienisch für Spalier. Eine Pflanze wächst daran hoch, hält sich fest und steht irgendwann ohne. Genau so ist Tralic gebaut: Der Chart zeigt dir, worauf jemand schaut, der es kann — bis du es selbst siehst.

Zuerst lernst du. Zwölf Kapitel mit Quiz, Übungen im echten Chart und ein Trainingsraum mit echten Stellen, deren Zukunft verdeckt ist — erst vorgemacht, dann mit Stützrädern, dann allein.

Dann bring deine Strategie mit oder bau sie selbst — Tralic testet sie ehrlich über Jahre, nach Kosten und ohne Blick in die Zukunft, und gibt dir ein Urteil von A bis F. Dann siehst du sie live im Chart, durch die Augen eines Profis, planst dein Prop-Firm-Konto und führst dein Journal.

Keine Signale, die man abonniert. Keine Strategie zum Kaufen. Was auf dem Chart steht, ist gemessen: Der Motor findet Liquidität, Struktur und FVGs nach festen Regeln und prüft sich selbst dagegen. Eine Regel ist keine Meinung.

Tralic ist eine Lern- und Ausbildungsumgebung. Keine Anlageberatung.

Erst zeigen, dann üben, dann selbst prüfen — bis du es allein siehst.
02 · DER WEG HINEIN

Vier Schritte, keine Zahlungsdaten.

Neue Zugänge werden von Hand freigeschaltet — so bleibt die Runde klein, solange die Ausbildung wächst. Du bekommst eine Nachricht, sobald es so weit ist.

  1. Zugang anfragenE-Mail und Passwort, mehr nicht. Ein Klick auf den Bestätigungslink — und du stehst auf der Warteliste.
  2. FreischaltungTim schaltet dich frei. Bis dahin siehst du deinen Platz in der Liste.
  3. EinrichtungKontogröße, Risiko je Trade, Märkte — damit der Floor in deinen Zahlen rechnet.
  4. Deine StrategieMitbringen (in einem Satz beschreiben), selbst bauen oder eine Tralic-Kette zum Lernen nehmen — Tralic testet sie und gibt ein Urteil.
03 · DER FLOOR

Ein Chart, der zeigt, was er sieht.

Oben wählst du Markt und Zeitrahmen. Alles andere passiert im Chart: Der Motor zeichnet die Confluences ein, jede bekommt ein Schildchen mit Nummer, und unten im Ereignisprotokoll steht zur selben Nummer, warum sie zählt — und was knapp daneben lag.

Rechts liest du die Lage: Kurs, Tagesveränderung, ob der Markt offen ist, welche Session läuft, wann die nächste Killzone beginnt, wo Liquidität oben und unten liegt.

Positionen zeichnet die Funde deiner Strategie als Long- oder Short-Kasten ein: Einstieg an der FVG, Stop hinter der geholten Liquidität, Ziel an der nächsten — nur offene Funde, oben per Knopf aus- und einschaltbar. Eine Beobachtung, was mit diesen Zahlen passiert wäre; der Chart handelt nicht.

XAUUSDNAS100US500 1 Min5 Min15 Min1 Std Confluences▾Sessions
#1 Liquidity Sweep ziehen

Der Pfeil bleibt an der Kerze — das Schildchen ziehst du dahin, wo es nicht stört. Doppelklick setzt es zurück.

04 · CONFLUENCES AN UND AUS

Du entscheidest, was gezeichnet wird.

Der Pfeil neben „Confluences" öffnet die Auswahl. Ein Häkchen je Art — der Chart merkt sich deine Auswahl. Rückblick begrenzt, wie weit zurück Abgeschlossenes noch gezeigt wird; Zurück springt zur neuesten Kerze, ohne deine Einstellungen zu verwerfen.

Was jede Art bedeutet, steht darunter — dieselben Sätze, die der Floor beim Klick auf ein Schildchen zeigt.

DIE CONFLUENCES · WAS, WARUM, WIE GEMESSEN
Liquidity Sweep▾

Was. Ein Sweep ist das Abholen von Liquidität: der Kurs geht über ein Hoch oder unter ein Tief hinaus, wo Stops liegen — und kommt sofort zurück.

Warum es zählt. Flach heißt, er ist kaum hinausgegangen. Dann wurden kaum Stops ausgelöst, es wurde also kaum jemand rausgeworfen, und der Bewegung fehlt der Treibstoff. Geht er zu weit hinaus und bleibt draußen, war es kein Sweep, sondern ein echter Bruch — dann ist die Gegenrichtung schlicht falsch.

Wie wir es messen. Verlangt wird eine Überschreitung von mindestens 0,6 und höchstens 3 Einheiten. Dazwischen gilt es als Sweep.

Struktur▾

Was. Der Strukturbruch bestätigt die neue Richtung: das letzte Zwischenhoch beziehungsweise -tief wird auf Schlusskursbasis gebrochen.

Warum es zählt. Ohne ihn kann die Bewegung nach dem Sweep eine bloße Korrektur sein. Erst der Bruch macht aus „der Kurs steigt gerade“ ein „die Struktur hat gedreht“.

Wie wir es messen. Ein Docht genügt nicht — es zählt der Schlusskurs.

FVG▾

Was. Ein Fair Value Gap — eine FVG — ist der Bereich, den eine Verdrängung übersprungen hat: drei Kerzen, bei denen die mittlere so weit läuft, dass zwischen der ersten und der dritten ein Preisband ohne Handel bleibt.

Warum es zählt. Sie ist ein Hinweis, dass jemand mit Größe eingestiegen ist — und sie ist der Bereich, in dem ein Einstieg überhaupt definiert ist. Dünn heißt: der Bereich ist schmaler als das normale Minutenrauschen. Dann läge ein Stop mitten im normalen Hin und Her des Kurses.

Wie wir es messen. Die Mindestbreite hängt an der mittleren Spanne, nicht an einer festen Punktzahl. Eine FVG gilt als gefüllt, sobald der Kurs sie wieder durchlaufen hat.

Niveau▾

Was. Ein Niveau ist eine Grenze, an der Stops liegen: das Hoch oder Tief des Vortages, oder das einer Handelssitzung — Asien, London, New York.

Warum es zählt. Es ist nicht die Linie, die zählt, sondern was dahinter liegt. Wer ein Tief für den Ausstieg benutzt, hat seinen Stop knapp darunter. Genau diese Aufträge sind das, was ein Sweep abholt — ohne Niveau gibt es nichts abzuholen.

Wie wir es messen. Ein Niveau gilt, bis es gesweept wird oder der nächste Tag beziehungsweise die nächste Sitzung es ersetzt.

Gleiche Hochs/Tiefs▾

Was. Zwei Swings auf praktisch demselben Preis — zwei Hochs nebeneinander oder zwei Tiefs.

Warum es zählt. Es ist derselbe Gedanke wie beim Niveau, nur doppelt unterstrichen. Wer beim ersten Hoch short gegangen ist, legt seinen Stop darüber; wer beim zweiten dabei war, auch. Die Aufträge stapeln sich auf einem Punkt, und genau das macht die Stelle interessant.

Wie wir es messen. „Praktisch derselbe Preis“ heißt: höchstens ein Zehntel der mittleren Schwankung auseinander. Eine feste Punktzahl wäre auf Gold etwas anderes als auf dem NAS100 — derselbe Fehler, den der Motor unter Nummer 8 aufgeschrieben hat.

Swing▾

Was. Ein Swinghoch ist eine Kerze, die höher steht als ihre Nachbarn zu beiden Seiten; ein Swingtief entsprechend tiefer.

Warum es zählt. Swings sind das Gerüst, an dem Struktur überhaupt messbar wird. Der Strukturbruch bezieht sich auf den letzten Swing — ohne sie gäbe es keinen Bezugspunkt, nur Kursbewegung.

Wie wir es messen. Erkennbar erst, wenn die Kerzen rechts davon vorliegen. Deshalb wird ein Swing immer einige Kerzen NACH seinem Hoch markiert, nie darauf — alles andere wäre in die Vergangenheit gezeichnete Zukunft.

Displacement▾

Was. Eine Verdrängung: eine Kerze mit ungewöhnlich großem Körper, die den Markt wegdrückt.

Warum es zählt. Sie ist ein Hinweis, dass jemand mit Größe eingestiegen ist — und sie ist es, die die FVG reißt, in die man später einsteigt. Ohne sie ist ein Sweep nur ein Ausflug über ein Niveau.

Wie wir es messen. Gemessen am Körper im Verhältnis zur mittleren Schwankung: mindestens eine ganze Einheit. Knapp heißt, es reicht gerade so.

Order Block▾

Was. Die letzte Kerze der Gegenrichtung vor einer Verdrängung.

Warum es zählt. Dort ist jemand eingestiegen, bevor der Markt wegging. Kommt der Kurs zurück, trifft er auf Aufträge, die noch nicht bedient sind — deshalb trägt der Bereich oft ein zweites Mal.

Wie wir es messen. Bis zu fünf Kerzen vor der Verdrängung wird gesucht; weiter zurück ist es keine Vorbereitung mehr, sondern Zufall. Der Block gilt, bis der Kurs durch ihn hindurch SCHLIESST — ein Docht hindurch reicht nicht. Die fünf Kerzen sind eine Setzung und nicht an Daten geprüft.

Breaker▾

Was. Ein Order Block, durch den der Kurs hindurchgelaufen ist und den er von der anderen Seite wieder anläuft.

Warum es zählt. Wer dort gekauft hat, sitzt im Minus und steigt beim Rücklauf aus. Genau diese Aufträge machen den Bereich ein zweites Mal wirksam — nur in die umgekehrte Richtung. Aus Unterstützung wird Widerstand.

Wie wir es messen. Entsteht in dem Moment, in dem eine Kerze durch den Order Block hindurch schließt. Der Bereich bleibt derselbe, die Richtung dreht.

Inversion FVG▾

Was. Eine gefüllte FVG, die von der anderen Seite weiterträgt.

Warum es zählt. Derselbe Gedanke wie beim Breaker: was als Unterstützung gedacht war und durchbrochen wurde, ist beim nächsten Anlauf Widerstand. Der Bereich bleibt, die Richtung dreht.

Wie wir es messen. Entsteht, sobald der Kurs die FVG durchlaufen hat.

Ablehnungsdocht▾

Was. Eine Kerze mit langem Docht und kleinem Körper: der Kurs war oben oder unten und wurde zurückgewiesen.

Warum es zählt. Allein ist das nichts — Dochte gibt es ständig. Mit einem Niveau darüber ist es ein Sweep im Kleinen: jemand hat den Preis geprüft und ist abgewiesen worden.

Wie wir es messen. Der Docht muss mindestens doppelt so lang sein wie der Körper und mindestens ein Drittel der mittleren Schwankung messen. Beide Schwellen sind Setzungen — sonst wäre jede kleine Kerze ein Ablehnungsdocht.

Equilibrium▾

Was. Die Mitte zwischen Hoch und Tief des Blickfensters. Darüber ist Premium (teuer), darunter Discount (billig).

Warum es zählt. Discount ist nur dann ein Kaufargument, wenn die Struktur es zulässt. In einem Abwärtstrend steht der Kurs unten, WEIL er fällt — billig ist dort kein Grund, sondern der Trend.

Wie wir es messen. Gilt am rechten Rand des Blickfensters und wandert mit ihm.

Draw on Liquidity▾

Was. Die nächste ungeholte Liquidität oben und unten: ein Swing, den der Kurs noch nicht genommen hat.

Warum es zählt. Ein Ziel für die eine Seite — und das, was ein Setup der anderen Seite zuerst abholen muss.

Wie wir es messen. Mindestens eine halbe Einheit entfernt, höchstens sechs.

Einwand▾

Was. Was gegen die laufende Sequenz spricht: eine verfallene Zone, ein Abbruch, zu lange ohne Abschluss.

Warum es zählt. Ein Setup ohne Einwände gibt es selten. Die Frage ist, ob man sie kennt, bevor man handelt.

Wie wir es messen. Steht an der Kerze, an der der Einwand entstand.

Killzone▾

Was. Die Zeitfenster, in denen die großen Häuser handeln: die Eröffnungen von Asien, London und New York.

Warum es zählt. Dieselbe Formation zählt unterschiedlich viel, je nachdem, wann sie entsteht. Ein Sweep mitten in der asiatischen Mittagsruhe bewegt kaum Volumen; derselbe Sweep zur Londoner Eröffnung trifft auf die Aufträge, die den Tag machen.

Wie wir es messen. Die Killzone wird nur für den SWEEP geprüft, nicht für das, was danach kommt. Warum ausgerechnet dort das Tor sitzt und nicht beim Einstieg, ist eine Setzung — sie hat sich in den Tests gehalten, ist aber keine Naturkonstante.

05 · DER ROTE FADEN

Sweep → Strukturbruch → FVG. In der Killzone.

Das ist die Kette, auf die alles hier hinausläuft: Liquidität wird geholt, die Struktur bricht, eine FVG bleibt offen — und das in einem Zeitfenster, in dem die großen Häuser handeln.

Der Floor zeigt jedes Glied der Kette, wenn es entsteht. Die Funde listen genau diese Kette je Markt und Zeitrahmen auf, jüngste zuerst, mit Stufe A/B/C — als Beobachtung, nie als Empfehlung. Ob du handelst, bleibt deine Entscheidung und dein Risiko.

Liquidity Sweep→ Strukturbruch→ FVG· Killzone
Asien-Killzone · 02:00–06:00läuft
London-Killzone · 08:00–11:00in 2 h 10
New-York-Killzone · 13:00–17:00später

Zeiten in Berlin; sie verschieben sich mit der Sommerzeit in New York. Der Floor rechnet das mit.

06 · DIE AUSBILDUNG

Erst vorgemacht, dann selbst.

Zwölf Kapitel mit Bildern aus dem echten Chart und einem Quiz — dazu Übungen an einer zufälligen Stelle im echten Gold-Chart: FVG einzeichnen, Sweep-Docht markieren, Bruchkerze finden, Order Block, Killzone, und am Ende die ganze Kette. Der Motor vergleicht und sagt, wie weit du daneben lagst — und zeigt die Auflösung.

01Fair Value GapZone
02Liquidity SweepMarke
03StrukturbruchMarke
04Order BlockZone
05KillzoneMarken
06Der rote FadenKette
07 · DAS JOURNAL

Misst, ob es besser wird — und schweigt, wenn die Zahl nichts trägt.

Das Journal hält deine Trades fest — aus der Fund-Karte, von Hand oder per Import aus cTrader und MetaTrader. Je Trade: dein Playbook mit Checkliste, dein Gefühl beim Einstieg, was los war. Die Tralic-Analyse findet die Muster, die dich Geld kosten; über einen Link siehst du es dir mit deinem Mentor an. Die Auswertung sagt immer die Spanne dazu: Bei 60 Trades liegt die Unsicherheit des Mittelwerts noch bei etwa ±0,28 R. Wer nach 20 Trades „0,3 R" sagt, misst Rauschen.

Nur lesen — Tralic führt nie Orders aus. Automatisch aus dem Konto lesen: kommt.

Mo 09:14Gold · Sweep → Bruch · London+1,8 R
Mo 15:32NAS100 · FVG ohne Sweep−1,0 R
Di 08:47Gold · Kette in der Killzone+2,4 R
Mittel über 23 Trades: 0,4 R · Spanne ±0,45 R — die Zahl trägt noch nichts.
08 · WAS DAZUGEHÖRT

Ein Werkzeug, mehrere Räume.

Der Floor ist der Anfang. Drumherum steht, was einen Trader trägt: deine Strategie mit ehrlichem Backtest und Urteil, ein Plan für Funded-Konten, die Ausbildung und das Journal.

Was noch nicht da ist, steht hier als „kommt" — ohne Datum. Wir versprechen nichts, was wir nicht gemessen haben.

Da

Live-Floor

Gold, NAS100, US500 — Kerzen und Confluences live, Protokoll, Lage.

Da

Funde

Die Kette je Markt und Rahmen als Liste. Beobachtung, keine Empfehlung.

Da

Ausbildung

Confluences selbst einzeichnen, der Motor vergleicht. Vorgemacht → Stützräder → allein.

Da

Bring & teste

Deine Regeln in einem Satz — Tralic baut die Kette, rechnet sie über Jahre nach und gibt eine Note von A bis F.

Da

Bau & teste

Kette aus Bausteinen, Werkstatt zum Verfeinern, Prüfung an einem Zeitraum, den sie nie gesehen hat.

Da

Backtest-Bericht

Kapitalkurve, Monate, Monte Carlo, Empfindlichkeit — ohne Blick in die Zukunft, nach Kosten.

Da

Prop-Firm-Gameplan

Welche Funded-Konten deine Strategie bestanden hätte, welches Risiko die Grenzen einhält.

Da

Journal

Import aus cTrader und MetaTrader, Kalender, Kennzahlen, Tagebuch, Konto-Grenzen.

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Tralic ist kein Signaldienst, keine Handelsempfehlung, keine verwaltete Anlage und kein Broker. Es wird hier nichts gekauft und nichts verkauft; Tralic führt keine Orders aus. Was der Chart zeigt, ist gemessen — was du damit tust, ist deine Entscheidung.

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